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Arved Schönberger

Alter: 27

Beruf: Politikwissenschaftler

Geburtsort: Rostock

Familienstand: ledig

WB III



Als gebürtiger Rostocker liegt mir das Wohl dieser Hansestadt besonders am Herzen. Damit diese Stadt so wohnens- und liebenswert bleibt und eher einen Aufwärts- als einen Abwärtstrend erlebt, möchte ich mich dafür in der Bürgerschaft einsetzen. Das heißt für mich in einem ökologisch, sozialen Sinn linke Kommunalpolitik zu betreiben. Diese Politik sollte in erster Linie den Menschen im Blickpunkt haben und ihm ein lebenswertes soziales, kulturelles, städteplanerisches, ökologisches und wirtschaftliches Umfeld ermöglichen. Im Konkreten liegen mir folgende Punkte besonders am Herzen:

  1. Freiräume, Kultur und freie Kulturträger, vor allem im nichtkommerziellen Sinn tragen ungemein zur Lebendigkeit und Lebenswertigkeit dieser Stadt bei und gehören nach wie vor unterstützt und ausgebaut, keine Kürzungen in diesen Bereichen
  2. Stadtplanung nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten, d.h. Stärkung des ÖPNV, keine architektonischen Sünden, Begrenzung des Flächenverbrauchs, Orientierung an Nachhaltigkeit (Förderung regenerativer Energiegewinnung, niedrigenergetische Bauweise etc.)
  3. Erhaltung und Ausbau des städtischen Grüns und der Grünanlagen, die stetige Entlaubung Rostocks muss gestoppt werden, mehr Bäume gepflanzt werden
  4. Erhalt und Stärkung  kommunalen Eigentums, keine Privatisierung kommunaler Unternehmen, Unterstützung von Rekommunalisierungsvorhaben
  5. Ob Menschen mit Behinderungen, Kranke, auf Sozialleistungen Angewiesene oder Migranten, niemand darf ausgegrenzt werden, allen soll ein gleiches Maß an Mitgliedschaft und Partizipation in dieser Kommune ermöglicht werden, sei es bei Kultur, Bildung oder Mobilität

 

Neben diesen Schwerpunkten gibt es natürlich noch viele andere Dinge, die mir wichtig sind und ich möchte auch nicht das Kommunalwahlprogramm der Linken wiederholen, welches sich auch mit meinen Anschauungen deckt. Die finanziell angespannte Lage der Stadt und die allgemeine wirtschaftliche Lage sind mir ebenso bewusst und auch, dass man in der Politik auf Mehrheiten bauen muss. Wichtig wird deshalb auch der Dialog mit anderen Fraktionen sein, was nützen die schönsten Ansätze, wenn sich dafür keine Mehrheiten finden, was aber leider allzu oft Realität ist. Ich bin gegen feste Koalitionen und Blockbildungen in der kommunalen Politik. Entscheidungen sollten sich am Konkreten orientieren und der Dialog immer offen gehalten werden. Dies gilt mit der Ausnahme bei extrem rechten Kräften. Fraktionsübergreifend muss sich die Bürgerschaft zudem stärker gegenüber dem Land positionieren. Es kann nicht sein, dass Schwerin mit nur halb soviel Einwohnern wie Rostock, fast ebensoviel finanzielle Zuwendungen vom Land erhält wie Rostock.

Für eine starke linke Politik in der Bürgerschaft, die allen zugute kommt, dafür trete ich an.

Dabei wird mir sicher auch die Erfahrung als sachkundiges Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Stadt- und Regionalentwicklung und Ordnung sowie meine Ausbildung als Politikwissenschaftler von Nutzen sein.

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